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Dirk Braeckman 

18. 11. 2012 – 13. 01. 2013

 


Dirk Braeckman, A.D.F.-V.N.1-03, Silbergelatineabzug auf Alu-Dibond, Courtesy Zeno X Gallery, Antwerpen


Dirk Braeckman, C.R.-B.X.-00, Silbergelatineabzug auf Alu-Dibond, Courtesy Zeno X Gallery, Antwerpen


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Die Bilder des belgischen Fotografen Dirk Braeckman (geb. 1958 in Eeklo, lebt und arbeitet in Gent) sind bis auf wenige Ausnahmen schwarz-weiss. In der Dunkelkammer aufwendig bearbeitet, wirken sie sehr malerisch, und tatsächlich hatte Braeckman anfänglich vor, Maler werden. Daher mögen seine als Einzelaufnahmen produzierten Fotografien auch jene beiden Medien reflektieren. Weit mehr aber sind diese Bilder Kompositionen von zeitgemäßen Orten und Interieurs, von Figuren und Gegenständen und mitunter von Bildern selbst. Durch eine meisterhafte Lichtführung und bewusst eingesetzte Unschärfe erzeugen sie wunderbare bis unheimliche Stimmungen. Braeckmans ganz spezielle und einmalige Art, ausgerechnet mittels Fotografie Bildmotive zu ent- oder eben zu verschleiern, lässt einen Akt oder eine Architektur, einen Vorhang oder einen Fensterausblick nicht unbedingt im sprichwörtlich neuen, sondern im reduzierten, für den Künstler essentiellen Licht erscheinen. Der Betrachter hat somit die Möglichkeit, sich immer wieder (neu) an der Enträtselung dieser fotografischen Parabeln über die grundlegenden Befindlichkeiten und Sehnsüchte des Menschen zu versuchen.

 

Man kann Braeckmans Arbeiten einerseits als Momentaufnahmen sehen, die wie eine klassische Fotografie oder auch ein entsprechendes Gemälde die Zeit einfrieren. Dann überzeugen sie in erster Linie als „ewig gültige“ oder eben zeitlose ästhetische Gebilde von komplexer und widersprüchlicher Schönheit. Andererseits kann man diese Aufnahmen aber auch als Schlüsselmomente einer Bilderzählung begreifen, die gleichermaßen in das Reich der Fantasie wie in die Wirklichkeit führt – schließlich hat man es ja doch mit Fotografien zu tun. Erstmals in Deutschland präsentiert nun die Kunsthalle Erfurt in Zusammenarbeit mit der Kunsthistorikerin und Kuratorin Silke Opitz eine Überblicksschau des international renommierten Fotografen, dessen Werk über die Fotoszene hinaus relevant erscheint und unter diesem Aspekt noch zu entdecken ist. Nicht nur durch seine Nähe zu malerischen Positionen, etwa seines Landsmanns Michael Borremans oder auch Gerhard Richters, stellt Dirk Braeckmans fotografisches Werk einen ganz außergewöhnlichen Beitrag zur zeitgenössischen Kunst dar.  

Weitere Ausstellung: De Appel, Amsterdam, 17. November 2012 - 31. März 2013

With only few exceptions, the photos by the Belgian photographer Dirk Braeckman are in black and white. Developed with care in his darkroom, they possess a quality which is distinctly reminiscent of paintings. In fact, Braeckman, who was born in Eeklo in 1958 and is now living and working in Gent, had originally planned to become a painter. Perhaps that is why each individual photo contains characteristics of both mediums. But more significantly, the photos are compositions of contemporary locations and interiors, of f